Henning Rathjen
Sein Weg in den Trabrennsport begann früh: 1968 errang Henning Rathjen als Lehrlingsfahrer seinen ersten Sieg – mit der familieneigenen Stute „Kreste“. Nach abgeschlossener landwirtschaftlicher Ausbildung folgte die Lehre zum Trabertrainer bei Berni Burgheim in Hamburg-Bahrenfeld. Seit 1971 war Henning hauptberuflich als Trabertrainer tätig.
Sein Weg in den Trabrennsport begann früh: 1968 errang Henning Rathjen als Lehrlingsfahrer seinen ersten Sieg – mit der familieneigenen Stute „Kreste“. Nach abgeschlossener landwirtschaftlicher Ausbildung folgte die Lehre zum Trabertrainer bei Berni Burgheim in Hamburg-Bahrenfeld. Seit 1971 war Henning hauptberuflich als Trabertrainer tätig.
Ein besonderer Meilenstein seiner Laufbahn war der bis heute gepflegte Kontakt zum ehemaligen Berliner Trainer- und Fahrerchampion Peter Kwiet, der ihm das Training und die Obhut für sein ehemaliges Spitzenpferd „Lamborghini“ übertrug. In Homfeld, im eiskalten Quellwasser der dortigen Kneippanlage, avancierte Lamborghini wieder zum Seriensieger. Es war der erste bedeutende Erfolg seiner Trainingsarbeit und es sollten noch sehr viele folgen.
Unvergessen bleiben Namen wie Pit Pan, Joker Mauritz, Rex K, Speedy Jasmine, Champagner, Velten, Broccoli und nicht zuletzt der eisenharte Kensug, der bei 100 Starts beeindruckende 70 Siege errang. Diese Liste ließe sich problemlos fortführen.
Besonders hervorzuheben ist Henning Rathjens Grundsatz im Umgang mit jungen Pferden: Geduld, Respekt und Achtsamkeit. Stets hat er sich für ein behutsames Training eingesetzt und das Tierwohl kompromisslos an oberste Stelle gesetzt.
Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch seine Arbeit – sie zeugt von echtem Verantwortungsbewusstsein und gelebter Ethik im Rennsport. Überragende 5658 Siege errang Henning Rathjen – der letzte davon mit Miss Pablo im März 2014 – mit 18 norddeutschen Fahrer- und Trainerchampionaten avancierte Henning im Norden zum erfolgreichsten Profi aller Zeiten. Zweimal durfte er den begehrten Silberhelm tragen. Platz sechs belegt Henning Rathjen in der ewigen Bestenliste des deutschen Trabrennsports – 60 Siege mehr als sein großes Idol Johannes Frömming!
Anfang der 90er Jahre errichtete er sein neues Domizil in Homfeld. Ein Schmuckstück, welches seinesgleichen sucht und für Pferd und Mensch alles bietet, was ein Traberhof bieten kann.
Mit seiner ruhigen Art und seiner jahrzehntelangen Erfahrung gelang es Henning Rathjen Pferde individuell zu fördern und nachhaltig zu formen. Als Berufsfahrer überzeugte er durch Umsicht und taktisches Gespür. Dieses bewies er im Umgang und in den Rennen, die er auch als Catchdriver für seine Kollegen gerne unter Beweis stellte.
In der Trabrennsport-Gemeinschaft genießt er höchste Wertschätzung und war als überaus erfolgreicher Trainer und Fahrer Publikumsliebling. Als Vertreter des Trabrennsports war und ist Henning Rathjen geschätzter und versierter Gast in Presse, Radio und Fernsehen.
Henning Rathjen war aus diesen Gründen ein bedeutender Aktivposten, nicht nur des norddeutschen Trabrennsports. Sein gelebter und propagierter Einsatz für das Tierwohl und den Tierschutz, für Fairness und Geradlinigkeit – all diese Gründe sprechen für die Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Trabrennsports!