Ada

braune Stute v. Amastar – Junia

gez. 1975 v. Erika Heitmann, eingegangen 1983

Rekord: 5, 1:15,9 – Gewinne: 843.721 DM (431.388 Euro)

Der Gewinn der “Dreifachen Krone” des deutschen Trabrennsports, Adbell Toddington, Buddenbrock und Derby, ist gewiss etwas Besonderes und mit Sicherheit ein Highlight in der Karriere eines jeden Rennpferdes. Gelingt dieses Kunststück einer Stute, so darf man ohne Zögern von etwas Großem sprechen.

Ada ist bis heute, nach Stella maris (1943) und Vielliebchen (1954), erst die dritte Stute, der dieses Meisterstück gelang. Während einer fast makellosen Rennsaison 1978 gewann die Stute das Arthur Knauer-Rennen mit 1 Länge, das Adbell Toddington mit 1 ½ Längen, die Trophäe der Dreijährigen mit 2 ½ Längen, das Buddenbrock mit 3 ½ Längen und das Derby mit 4 Längen Vorsprung. Im Großen Preis vom Niederrhein siegte Ada im toten Rennen.

Mit Saisongewinnen von 367.640 DM stand die Stute 1978 an der Spitze der erfolgreichsten Traber Deutschlands, und mit einem Kilometerrekord von 1:18,7, erzielt über 2000 Meter als Sieger in der Trophäe der Dreijährigen in Recklinghausen, war Ada damals schnellster dreijähriger Traber aller Zeiten der deutschen Traberzucht.

Ada war ein echtes Familienpferd. Züchter und Besitzerin der Stute war Erika Heitmann, als Trainer zeichnete Walter Heitmann und im Sulky der Stute saß überwiegend Peter Heitmann, der jüngste Sproß der bekannten Traber-Dynastie. Peter Heitmann war erst 29 Jahre, als er Ada zum Triumph im Blauen Band führte.

Die Öffentlichkeit honorierte die großartigen Leistungen von Ada und seinem jungen Steuermann mit der Auszeichnung zum “Traber des Jahres 1978”.

Auch die Jahre 1979 und 1980 sahen Ada mit sechs Zuchtrennensiegen im Fokus des Erfolges. In der Hamburger Rekord-Meile siegte die Stute in 1:17,4 aus dem Band gegen Silberia und verfehlte den deutschen Vierjährigen-Rekord nur um eine Zehntelsekunde. Später, im Großen Preis der Stadt Gelsenkirchen, unterbot Ada mit 1:17,2 die aus dem Jahr 1963 stammende Rekordmarke endgültig.

Das Recklinghäuser Criterium sicherte sich Ada gegen Optimist und Belmont Pride, den Hamburger Stuten-Preis gewann sie vor Merci und Silberia. Den mit 100.000 DM dotierten Veba Oel-Pokal gewann Ada gegen Belmont Pride und Sabinette. Auch im Dinslakener Fünfjährigen-Preis entpuppte sich Belmont Pride als ihr hartnäckigster Gegner, während im Stern Pils-Pokal der Jahrgangsgefährte Skipper das Nachsehen hatte.

Erwähnenswert ist des Weiteren Adas einziger Auslandsstart ihrer Karriere, den die Stute gemeinsam mit Topo Pride als deutsche Vertreter im Europachampionat der Fünfjährigen in Helsinki absolvierte. Als Fünftplatzierte gab Ada auch hier eine gute Figur ab.

Sowohl drei-, vier- als auch fünfjährig stand Ada an der Spitze der gewinnreichsten Traber in Deutschland. 1980 wurde die Stute zum zweiten Mal mit dem Titel “Traber des Jahres” ausgezeichnet. Als sie von der Bühne ihrer großen Triumphe abtrat, war Ada der gewinnreichste deutsche Traber aller Zeiten in der glorreichen Geschichte des deutschen Trabrennsports.

In der Zucht ist Ada leider kein langes Leben vergönnt gewesen. Nach dem Tod von Erika Heitmann war Ada in den Besitz von Peter Heitmann übergegangen. Adas einziger Nachkomme war die Courtly-Tochter Holsatia, die 1984 für die Besitzergemeinschaft Klaus-Volker Stolle, Rainer Kraudelt und Alwin Schockemöhle den Westdeutschen Jugend-Preis und das Championat der Zweijährigen gewann. Holsatia war außerdem Zweite im Deutschen Zweijährigen-Preis und drittplatziert in einem Vorlauf zum Deutschen Traber-Derby 1985.

Erfolge in der Zucht

Ada ist Mutter von einem Nachkommen

1982: Holsatia (S. v. Courtly) 3, 1:17,3 - 47.934 Euro

- Sieger Westdeutscher Jugend-Preis 1984

- Sieger Deutsches Championat der Zweijährigen 1984

 

Holsatia mit Willi Rode