Personen

Die Hall of Fame des deutschen Trabrennsports
Die Hall of Fame des deutschen Trabrennsports vereint jene, die unserem Sport ein bleibendes Erbe geschenkt haben: herausragende Persönlichkeiten und außergewöhnliche Pferde. Hier werden Menschen geehrt, deren Wirken, Kompetenz und Hingabe den Trabrennsport geprägt und getragen haben — oft über Jahrzehnte. Ebenso finden Pferde ihren Platz, deren Kraft, Charakter und sportliche Größe unvergessen bleiben. Gemeinsam bilden sie das Herzstück unserer Passion mit der Basis für eine erstrebenswerte Zukunft: die großen Namen, die unvergesslichen Momente der Zucht und die großen Geschichten des Trabrennsports.

2010

Bruno Cassirer

Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschen Trabrennsports der Vorkriegszeit, Mäzen, Züchter und Besitzer, zählte Bruno Cassirer. Als 1913 der noch junge Trabrennverein Berlin-Mariendorf vor der Pleite stand und am Schluss des Jahres 150.000 Mark Pacht an die Gemeinde schuldig blieb, war es Bruno Cassirer, der die Anteilseigner des Vereins auszahlte, einen neuen Trabrennverein gründete und zum „Chef-Dirigenten“ des gesamten deutschen Trabrennsports wurde.

2010

Johannes Frömming

Johannes Frömming oder „Hänschen“, wie der große Kleine meistens gerufen wurde, ist der wohl bekannteste deutsche Trabrennfahrer. Seine Popularität war im wahrsten Sinn des Wortes grenzenlos. Ob in Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich, Skandinavien oder Amerika, Hans Frömming hat mehr als alle anderen deutschen Trabrennfahrer die bedeutendsten Trabrenn der Welt gewonnen.

2010

Walter Heitmann

Walter Heitmann stammt aus einer Familie, die zu den Pionieren des Trabersports in Deutschland zählt. Sein Vater Hinrich Heitmann stand 1889 und 1896 an der Spitze der erfolgreichsten Trabrennfahrer in Deutschland und führte 1900 den Hengst Young Axtell zum Derbysieg. 1889 gründete Hinrich Heitmann das Gestüt Altengamme.

2010

Charlie Mills

Charlie Mills war nach den Worten von Hans Frömming der größte Trabrennfahrer der Welt. Sein Leben war ein Vorbild der sportlichen Fairness, war Erfüllung im Erfolg, der weit über das normale Maß hinaus ging, und war Inbegriff züchterischer Initiative.

2010

Heinz Wewering

Heinz Wewerings Jugendtraum war es Jockey zu werden, doch Gewicht und Körpergröße zwangen ihn, zu den Trabern „umzusatteln“. So begann er eine Lehre als Trabrennfahrer 1964 bei Erich Speckmann.

2011

Arthur Brümmer

Wer Arthur Brümmer war, was er in langen Jahrzehnten geschaffen hat, wie er trotz seines hohen Alters sich immer wieder aktiv einschaltete, wie er noch mit 80 Jahren und mehr an keiner Vorstandssitzung des Altonaer Renn-Clubs fehlte, das braucht man keinem zu erzählen, der um die Dinge des Hamburger, aber auch des deutschen Trabrennsports weiß.

2011

Eddy Freundt

Eddy Freundt wurde es schon in der Wiege gesungen, dass er Trabertrainer werden würde. Sein Urgroßvater hatte in Berlin-Weißensee Trabrennen gefahren, Großvater Willy Freundt, Vater Albert Freundt und Onkel Adolf Freundt sind ebenfalls Lizenzträger gewesen. Geboren in Hamburg, siedelte Eddy Freundt mit sieben Jahren nach Berlin, wo er 1943 (mit 14 Jahren) bei seinem Vater eine Lehre begann.

2011

Wilhelm Geldbach

Wilhelm Geldbach kann mit Fug und Recht als einer der größten Mäzene des deutschen Trabersports angesehen werden. Durch seinen unternehmerischen Mut, persönlichen Einsatz und gezielte Investitionen verschiedenster Art hat er die Entwicklung des deutschen Trabersports außergewöhnlich beeinflusst.

2011

Gerhard Krüger

Gerhard Krüger zählte zu den wenigen Ausnahmekönnern seines Fachs, die national wie international hervorragendes geleistet haben. Die Karriere des gebürtigen Berliner begann 1939 mit der Erfüllung seines Jugendtraums.

2011

Alwin Schockemöhle

Alwin Schockemöhle war bereits ein hochdekorierter Reitersmann, als er 1977 aus gesundheitlichen Gründen den „roten Rock“ an den sprichwörtlichen Nagel hängen musste und gemeinsam mit Otto Schulte-Frolinde und Georg Ahlmann im Trabermetier den Stall Rex Ass gründete.

2012

Theodor Frahm

Als Theodor Frahm 1921 einen kleinen Hof in Kollmoor bei Itzehoe als weichender Erbe aufgeben musste, um in Bünzen einen neuen Betrieb zu erwerben, mag er selbst nicht geahnt haben, dass er einst der führende Traberzüchter Deutschlands werden würde. Aus kleinen Anfängen heraus errichtete er in der Folge das Gestüt Helenenhof, das zwischen 1949 und 1972 14 Mal an der Spitze der erfolgreichsten Traberzuchtstätten Deutschlands stand. Eine Leistung, die von keinem anderen Traberzüchter in Deutschland erreicht ist.

2012

Robert Großmann

Schon vor der Zeit eines Charlie Mills, Johannes Frömming oder Walter Heitmann verfügte der deutsche Trabrennsport über Trainer und Fahrer, deren Namen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus einen guten Klang besaßen. Einer der Berühmtesten von ihnen war Robert Großmann.

2012

Hinrich Heitmann

Mit Hermann Heitmann in Altengamme bei Hamburg beginnt die Geschichte des Hamburger und norddeutschen Trabersports. Er steht als Sieger des ersten Trabrennens 1875 in Jüthorn verzeichnet. Bei einer Schlittenfahrt über die zugefrorene Elbe brach er in das Eis ein und kam frühzeitig ums Leben. Erst anderthalb Jahre später wurde seine noch völlig erhaltene Leiche aus dem Hamburger Hafen geborgen.

2012

Marion Jauß

Die Geschichte des deutschen Trabrennsports wäre ohne das Engagement von Marion Jauß sehr viel ärmer. Ob als Amateur im Sulky, als Besitzer oder Züchter, Marion Jauß war oder ist über Jahrzehnte in allen Sparten des Trabersports erfolgreich gewesen wie keine Person weiblichen Geschlechts jemals zuvor.

2012

Johnny Mills

„Wir alle, meine Brüder und ich, hatten von Jugend an Umgang mit Pferden. Mir aber sprach man immer das Talent zum Trabrennfahrer ab. Meinen ganzen Ehrgeiz setzte ich daran zu beweisen, dass auch ich nicht aus der Art geschlagen bin.“ So berichtete Johnny Mills später einmal in froh gestimmter Gesellschaft über den Beginn seiner Laufbahn als Trabertrainer.

2017

Rolf Dautzenberg

Einer der herausragenden Charaktere der deutschen Sulkyfahrer nach dem Zweiten Weltkrieg war zweifelsohne Rolf Dautzenberg. Schon während seiner Ausbildung zum Elektriker zog es den geborenen Mönchengladbacher immer wieder auf die Trabrennbahn an der Niersbrücke. Zunächst putzte er lediglich die Pferde im Stall Bandemer und baute somit Vertrauen zu den Tieren auf, bis er am 1. April 1964 in die Lehre bei Horst Bandemer eintrat.

2017

Günter Herz

Als Günter Herz 1965, mit 25 Jahren, das Erbe seines Vaters Max Herz antrat, übernahm er auch die trabersportliche Vision, das Gestüt Lasbek zu einer führenden Zuchtstätte Deutschlands auszubauen. Den Grundstein hierfür hatte 1964 Max Herz mit Aufsehen erregenden Importen aus Amerika gelegt.

2017

Kurt Hörmann

Sechs Jahrzehnte im Traber-Sulky in wenigen Sätzen abzuhandeln scheint fast unmöglich. Über das Leben und die trabrennsportliche Karriere von Kurt Hörmann hat Heinz-Otto Stemper daher das lesenswerte Buch „Ein Derby-Sieger blickt zurück“ geschrieben.

2017

Ulrich Mommert

Erst 1992, also mit über 50 Jahren, entdeckte Ulrich Mommert seine Leidenschaft für den Trabrennsport. Zunächst in Partnerschaft mit seiner Buchhalterin und wenig später auch als alleiniger Besitzer von Trabrennpferden.

2019

Rita Drees

Rita Drees ist die Leidenschaft für das edle Geschöpf Pferd in die Wiege gelegt worden. Auf dem Hof ihres Onkels Erich Speckmann, einen der bedeutendsten Trainer und Traberzüchter seiner Zeit, übte sich die spätere Amateur-Championesse schon frühzeitig im Umgamg mit den Pferden.

2019

Willi Rode

Willi Rodes Sulkykarriere begann spektakulär, denn mit dem Riesenaußenseiter Freischärler gewann der damals bei Willi Dahmen in Gelsenkirchen beschäftigte Lehrling am 24. November 1955 auf Anhieb seine erste Fahrt zur Sensationsquote von 926:10.

2020

Kurt Bading

Kaum jemand heutzutage weiß, wer Kurt Bading war. Dabei hat dieser Mann 1945, nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reichs, die ersten deutschen Trabrennen nach dem 2. Weltkrieg organisiert und hunderten von Pferden das Leben gerettet. Weit bevor in anderen Teilen des zerstörten Deutschlands überhaupt an eine Wiederaufnahme von Pferderennen auch nur nachgedacht werden konnte.

2020

Werner Bandermann

Werner Bandermann war der erfolgreichste Trabrenn-Fahrer und –Trainer in der Geschichte des Sulkysports der DDR. Ihm gelangen 2.015 Fahrer- und 2.156 Trainer-Siege.

2020

Harald Japke

Mehr als 930 Sulky- und über 1.200 Trainer-Siege stehen für Harald Japke zu Buche, der sich nach dem Mauerbau 1961 als erfolgreichster Privattrainer des DDR-Trabersports gegen manche Schikane der DDR-Bürokraten behaupten musste. Mit Danilo, Rinaldo und Juvadus triumphierte er des Öfteren in hochkarätigen DDR-Zuchtrennen, was damals ein Politikum darstellte.

2020

Horst Pätzel

1947 begann Horst Pätzel eine Lehre als Trabrennfahrer bei Albert Freundt, Vater von Hall of Fame-Mitglied Eddy Freundt. Nur ein Jahr später, 1948, gelang mit Arsator der erste Sieg. 1958 legte Horst Pätzel mit Erfolg die Trainerprüfung ab.

2020

Manfred Schulz

Manfred Schulz war der erfolgreichste Amateurfahrer des Trabrennsports der DDR. 25 Mal zwischen 1961 und 1989 gewann er den Titel eines Amateur-Champion, von 1974 bis 1989 sogar in Serie. Mit Stolz blickt Manfred Schulz auf 800 Sulkysiege in Karlshorst, Mariendorf und Prag zurück.

2021

Erich Speckmann

Erich Speckmanns Karriere liest sich wie ein Märchenbuch.
Mit 17 Jahren tauschte er den Reitsattel mit der Fahrleine und war fortan einer der erfolgreichsten Trabrennfahrer auf ländlichen Rennbahnen. 1933, mit 26 Jahren, errang Erich Speckmann sein erstes Amateur-Championat, dem zwei weitere 1936 und 1937 folgten.

2021

Helmut Obermeier

Helmut Obermeiers Karriere begann bereits mit neun Jahren als Wildbahnreiter. Der kleine Bub soll in seiner Zeit als Schüler mehr als 300 Galopp-, Trab-, Hürdenrennen und Trabreiten gewonnen haben. Allein 96 Siege gelangen ihm mit einem Pferd namens Pilatus.

2021

Max Schwarz

Die erste Begegnung mit dem Trabrennsport war für Max Schwarz eher eine Zufällige. Ein Besuch der Trabrennbahn 1988 in Pfaffenhofen machte den Langenmoser zum Pferdebesitzer.

2021

Richard Haselbeck

Richard Haselbeck war viele Jahre Privattrainer des Gestüts Aschau, eine der angesehensten Adressen des deutschen Trabrennsports.

2023

Gottlieb Jauß

Gottlieb Jauß I: geb. 1876 – gest. 1943
Gottlieb Jauß II: geb. Mai 1904 – gest. April 1974
Gottlieb Jauß III: geb. 24. September 1942 – gest. 12. Juli 1999

2023

Gebrüder Knauer

Arthur Knauer: geb. 25. Juli 1874 – gest. 3. Januar 1964
Carl Knauer: geb. 29. Juli 1877 – gest. 5. März 1957

2023

Peter Kwiet

Peter Kwiet begann seine Karriere im Trabrennsport bereits als 14jähriger. Sein Ausbilder war Fritz Perk. Ein Jahr später feierte er am letzten Renntag der Trabrennbahn Berlin-Ruhleben seinen ersten Sulkyerfolg mit der Stute Plurette. Mittlerweile stehen für den gebürtigen Berliner 4.360 Fahrersiege und 5.745 Trainererfolge zu Buche. 12 Mal gewann Peter Kwiet das Berliner Bahnchampionat.

2023

Helmut Biendl

Der gebürtige Straubinger Helmut Biendl startete seine Karriere im Trabrennsport 1966 zunächst als Amateur. Bereits 1968 war Helmut Biendl mit 27 Jahressiegen Vize-Champion im Nachwuchsfahrerbereich. Es folgte ein mehrmonatiger Auslandsaufenthalt bei Johannes Frömming in Mailand und bei Jean-Rene Gougeon in Paris. 1973 machte sich Helmut Biendl selbständig.

2025

Hans-Werner Brammann

mit Hans-Werner Brammann findet eine Persönlichkeit Aufnahme in der Hall of Fame des deutschen Trabrennsports, dessen Name untrennbar mit der Geschichte des deutschen Trabers verbunden ist.

2025

Hans-Johann Stamp („ Hansi“)

Als leidenschaftlicher Landwirt und erfolgreicher Traberzüchter mit einem herausragenden Talent und Können als Amateurfahrer begrüßen wir „ Hansi“ Stamp in der Hall of Fame des deutschen Trabrennsports.

2025

Henning Rathjen

Sein Weg in den Trabrennsport begann früh: 1968 errang Henning Rathjen als Lehrlingsfahrer seinen ersten Sieg – mit der familieneigenen Stute „Kreste“. Nach abgeschlossener landwirtschaftlicher Ausbildung folgte die Lehre zum Trabertrainer bei Berni Burgheim in Hamburg-Bahrenfeld. Seit 1971 war Henning  hauptberuflich als Trabertrainer tätig.

2025

Hermann Kraum

Es gibt Menschen in unserem Trabrennsport, die durch ihr Lebenswerk und ihren Charakter unvergessen bleiben – Hermann Kraum ist eine solche Persönlichkeit.

2025

Roland Hülskath

Die herausragende Karriere, die unermüdliche Leistungsbereitschaft und sein vorbildliches Auftreten sowohl auf der Rennbahn als auch abseits davon haben Roland Hülskath diesen Platz in der Hall of Fame des deutschen Trabrennsports gesichert.

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